Was macht ein Handy seniorengerecht?

Tipps für die Auswahl seniorengerechter Mobiltelefone
zum 27. internationalen Tag der älteren Menschen

Trend geht bei Senioren zum mobilen Telefonieren | Foto: Datacet
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Der Trend geht bei Senioren zum mobilen Telefonieren | Foto: Datacet

Düsseldorf – 1990 von der UNO initiiert, würdigt der Tag der älteren Menschen am 1. Oktober die Leistungen der Generation 60+ und ihren Gewinn, den sie für das gesellschaftliche Leben darstellt. Seit 1990 haben sich die Lebensumstände jedoch deutlich geändert: Viele Familien leben heute räumlich voneinander getrennt. Für Senioren und ihre Angehörigen bringt das neue Herausforderungen in der Kommunikation mit sich. Die Gefahr zu stürzen wächst mit zunehmendem Alter. Was tun, wenn niemand in der Nähe ist, um dem Elternteil zu helfen? Viele Senioren besitzen aus Sicherheitsgründen ein Mobiltelefon. Einfach in die Tasche gesteckt, haben sie es stets bei sich und halten aus der Distanz und unterwegs Kontakt mit ihrer Familie.

Trend geht bei Senioren zum mobilen Telefonieren

Deutsche Senioren greifen laut einer Studie des GFK Vereins¹ von 2016 immer mehr zum Mobiltelefon. Während 2012 etwa 4 Prozent der 60- bis 69-Jährigen ein Smartphone besaßen, sind es heute schon 37 Prozent. Ein einfaches Handy ohne Internetzugang besitzen 75 Prozent der über 70-Jährigen. Bei den 60- bis 69-Jährigen nutzen es heute 88 Prozent.
Das praktische handgroße Gerät gehört zum Alltag vieler Best-Ager dazu. Diese Entwicklung trägt der Markt mit und bietet eine große Auswahl an eigens für diese Zielgruppe entwickelten Angeboten. Von seniorengerechten Handys bis zu Smartphones führt der Mobilfunkhandel viele Modelle in verschiedenen Ausführungen.

Detlef Klemme | Vorstandsvorsitzender des Verein Pflegeliga e.V.
Detlef Klemme

Doch was ist der Hauptbeweggrund, sich ein speziell für Ältere konzipiertes Handy anzuschaffen? „Die meisten Senioren wollen wenig Schnickschnack“, weiß Detlef Klemme, Vorsitzender des Verein Pflegeliga. „Sie wollen unterwegs telefonieren und vielleicht auch mal eine SMS verschicken.“

Mobilität behalten

Immer mehr Menschen in der zweiten Lebenshälfte erkennen den Nutzen und die Vorteile von Handys für ihre Mobilität. „Unabhängig vom Alter ist es wichtig ein Telefon dabei zu haben, um im Notfall Unterstützung rufen zu können“, sagt Klemme. „Handys geben älteren Menschen mehr Sicherheit. Wenn etwas passiert, rufen sie umgehend Hilfe. Damit tragen sie quasi einen kleinen Bodyguard in der Tasche. Mit Handys bewegen sich Senioren weiterhin eigenständig in der Öffentlichkeit und leben ihren Alltag ohne permanente Begleitung durch Angehörige.“ Auch Verwandte, die weit entfernt leben, können Eltern oder Schwiegereltern, dank technischem Helferlein, beruhigt gehen lassen.

HelpPhone - Lebensretter in Taschengröße | Foto: Datacet
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HelpPhone – Lebensretter in Taschengröße | Foto: Datacet

Lebensretter in Taschengröße

Mobile Notrufsysteme gehen einen Schritt weiter als Mobiltelefone. Neben einer einfachen Nutzeroberfläche und großen Tasten enthalten diese eine Notruffunktion. Auf einen, meist durch Farbe und Größe gekennzeichneten, Knopf gedrückt, alarmiert das Telefon Angehörige oder die angeschlossene Notrufzentrale. Manche Modelle haben zusätzlich eine GPS-Funktion. Das Signal führt Rettungskräfte auf diese Weise schnellstmöglich und metergenau zur hilfsbedürftigen Person.

Mobiles Notrufkonzept mit Zusatzleistung

Ein komplettes Care-Paket bietet Baser International mit dem Helpphone. Die monatliche Gebühr von 42,50 Euro schließt eine Allnet-Flatrate, einen 24-Stunden-Notruf und einen Schutzbrief der Roland-Versicherung ein.

Mahir Baser | Geschäftsführer der Baser International Service GmbH
Mahir Baser

„Wenn eine Person einen Notruf abgesetzt hat und aus gesundheitlichen Gründen im täglichen Leben eingeschränkt ist, fallen viele Probleme an“, erläutert Mahir Baser, Initiator des HelpPhones. „Im Bedarfsfall springt dann die Roland-Versicherung ein und übernimmt unter anderem den Einkauf oder Fahr- und Begleitdienste.“

Der Service des mobilen Notrufs beschränkt sich nicht nur auf die heimischen vier Wände, sondern greift auch im Urlaub. Reiselustige Senioren verzichten auch im Alter nicht auf ausgedehnte Touren in das Ausland. „Das Netzwerk unseres Partners, dem Deutschen Roten Kreuz, ist auch über die deutschen Grenzen hinaus sehr gut ausgebaut“, erklärt Baser. „Mit dem Helpphone bleiben Senioren mobil und gehen weiterhin ihren Aktivitäten nach.“

Fünf Tipps für die Auswahl seniorengerechter Mobiltelefone

  • 1. Display und Tasten müssen groß genug sein, damit Nutzer problemlos Nummern wählen und Textnachrichten auf dem Display lesen können.
  • 2. Jeder potentielle Käufer sollte sich vorher überlegen, wozu er das Handy überhaupt nutzen möchte. Wer nur telefonieren will, benötigt nicht zwangsläufig das neueste Smartphone. Kinder und Enkelkinder sind bei der Suche nach dem passenden Gerät kein hilfreicher Maßstab: Während sie spielerisch mit großem Tempo auf dem Touchscreen tippen und streichen, kommt so manch älterer Mensch dabei vielleicht in Schwitzen.
  • 3. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist eine einfache, intuitive Menüführung, die nicht zu viele Funktionen enthält. Sie erleichtert die Bedienung des Handys um ein Vielfaches.
  • 4. Auch wenn das Handy bei Teenagern im Dauergebrauch ist, reist es bei Senioren mitunter mehrere Tage in der Tasche mit, ohne zum Einsatz zu kommen. Nicht jeder bemerkt dann, dass der Akku leer ist. Im Notfall geht das Handy nicht mehr an. Clevere Handybesitzer achten darauf, dass sich das Handy ab einem gewissen Akkustand ausschaltet, damit sie ihr Handy zuverlässig einschalten und nutzen können.
  • 5. Aktive und Menschen mit Herzkreislauf-Problemen achten zusätzlich auf einen Notrufknopf und GPS-Funktion. Wird ihnen unterwegs schwindelig, rufen sie unverzüglich mit einem Knopfdruck Hilfe. Die GPS-Funktion ermöglicht es Sanitätern, die Person metergenau zu orten und schnell zu helfen.

Viele weitere Informationen finden Sie unter www.helpphone.de.

Quellenangabe: ¹ GfK-Nürnberg e.V.


 

Angela von Treskow | BLiCKpunkt Senioren GbR | Foto: © Kirsten Hötger
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Dieser Beitrag wurde von Angela von Treskow eingestellt.
Die Diplom-Betriebswirtin ist Mitgesellschafterin der
BLiCKpunkt Senioren GbR und und gehört seit Jahren
der Fachredaktion im Medienverbund an.

 


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